Die Entstehung des Kumite

Die Entstehung des Kumite

Bis in die dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde im Karate hauptsächlich Kata trainiert. Um die Techniken die in der Kata enthalten waren zu verbessern , trainierte man einzelne Techniken im Kihon. Man wollte auch die Techniken stark machen und somit trainierte man die einzelnen Techniken am Makiwara. Auch Kumite- Übungen dienten nur dazu einzelne Elemente aus den Katas am Partner zu üben. Der Körper wurde nicht berührt, denn es gab die Regel des Sun Dome (1 Sun = 3 cm), welches die Schläge gegen den Körper des anderen in Gedanken um drei Zentimeter nach vorn verlagerten. Dadurch hatten die Meister eine hervorragende Kontrolle über Ihre Techniken und ein sehr gutes Kime. Es ist bekannt das Sensei Funakoshi eine ablehnende Haltung gegenüber des Kumite hatte. Das konnte man erfahren aus seinem Buch „Ryukyu Kempo". Erstmals 1936 erschien das Buch „ Karate Do Kyohan" indem Sensei Funakoshi Partnerübungen beschrieb. Es waren die Übungen Ten no Kata Ura, das Sanbon Kumite, Ippon Kumite und das Jiyu Kumite. Funakoshi warnte immer davor, dass das Karate nicht verwässert werden sollte und er begründete in diesem Buch auch die Änderung der alten neuen Schriftzeichen.
G.FunakoshiAn der Entwicklung des Wettkampfkarate waren aber mehrere japanischen Meister beteilig wie Hironori Ohtsuka,einem früheren Schüler von Sensei Funakoshi, Gogen Yamaguchi und als wichtigster Masatoshi Nakayama. Nakayama stimmte mit der JKA die Entwicklung ganz auf das Wettkampfkarate ab. Nakayama war sich immer Bewusst, dass es einige Gefahren für das Karate verbürgt, wenn die Wettkämpfe nur noch im Vordergrund stehen werden und er warnte vor dem Verfall des geistigen Karate.

Ein Karate ohne den vergleich im Wettkampf -Kumite kann sich wohl heute keiner mehr vorstellen, aber das unser Karate unter dem Streben nach dem Sieg gelitten hat, ist allen bekannt. Oder warum sind die Karate Lager so zerstritten?

© Copyright Thomas Züllich

Noch keine Bewertungen vorhanden