Mukoso

Mukoso

Was bedeutet “Mūkōsō”?

“Mūkōsō” bedeutet schweigende Erleuchtung.

Der Begriff entstammt dem (Zen-) Buddhismus und dient im Karate-Do der Vorbereitung auf das Training, der Konzentration auf den Weg des Karate (innere Leere).

Die Zeit für das Mūkōsō sollte im Karate-Do ca. 30 bis 60 Sekunden betragen. Als Sinnbild für die Schüler kann man die Chrysantheme als nehmen. Die Chrysantheme ist das Symbol und Blume des japanischen Kaiserhauses. Die Chrysantheme hat 16 Blütenblätter und das Fallen jedeseinzelnen Blütenblattes dauert ca. 2 - 3 Sek. Stellt der Übende sich geistig das Fallen aller Blütenblätter vor, so ist das Mūkōsō ausgefüllt.

Als Mokusō (jap. 黙想 „ruhiges Denken“) bezeichnet man in vielen japanischen Budō-Disziplinen die Meditation vor und nach dem Training in der Tradition des Zazen. Dabei sollen sich die Übenden vom Alltag lösen und geistig auf das Training vorbereiten. Nachdem Training lässt der Übende wieder seinen Alltag einzugnehmen.

Nachdem der Sensei Trainingsbeginn oder -ende ankündigt, stellen sich Schüler und Meister gegenüberstehend auf. Je nach Budō-Disziplinen setzt man sich in die entsprechende Meditationshaltung, meist Seiza, erst der Sensei, dann die Schüler. Der höchste Schüler ordnet durch die Aufforderung „Mokusō“ den Beginn der Meditation an. Es ist üblich, dass die Augen dabei ganz geschlossen sind. Die Hände ruhen auf den Oberschenkel mit den Fingerspitzen leicht zur Körpermitte oder man kann die Hände auch zu einer Mudra zu formen. Es wird kontrolliert geatmet mit kurzem Einatmen durch die Nase, ebenso kurzem Luftanhalten und schließlich sehr langsamem Ausatmen durch den Mund; ein solcher Zyklus dauert circa 15 Sekunden.

Die Meditation endet auf das Kommando „Mokusō Yame“.

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